Publikation



Geringe Rente und hohes Altersarmutsrisiko bei Spätaussiedlern


Eine besondere rechtliche Stellung und damit einhergehend die Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft, die auf der deutschen Volkszugehörigkeit basiert, charakterisieren die Zuwanderergruppe Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Die Sonderstellung leitet sich aus der historisch bedingten Verantwortung Deutschlands für die Folgen des Zweiten Weltkriegs wie Benachteiligung und Vertreibung für deutsche Volkszugehörige ab (Worbs et al. 2013). Für ältere Aussiedler relevant sind insbesondere spezifische Ansprüche im Rentenrecht für Erwerbszeiten außerhalb Deutschlands. Dies stellt gegenüber anderen Migrantengruppen eine deutliche Privilegierung dar. Die Reformen der gesetzlichen Altersvorsorge, bei Aussiedlern insbesondere Änderungen im Fremdrentenrecht, rücken nun die Frage nach der materiellen Versorgung im Rentenalter für diese besondere Migrantengruppe stärker in den Fokus. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Beitrag Rentenhöhe, Niveau des Haushaltseinkommens und Altersarmutsrisiko in der Bevölkerungsgruppe älterer (Spät-)Aussiedler untersucht.

http://www.gesis.org/fileadmin/upload/forschung/publikationen/zeitschriften/isi/isi-56.pdf



Autor/en

Jochen Baumann; Tatjana Mika; Claudia Vogel; Stefan Weick

Erschienen in

Informationsdienst Soziale Indikatoren, Ausgabe 56, August 2016, ISI56, gesis Leibnitz Institut für Sozialwissenschaften

Schlagworte:





back

Letzte Änderung: 29.9.2016