Publikation



Der Gender Pension Gap verstärkt die Einkommensungleichheit von Männern und Frauen im Rentenalter


Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Höhe der Renten lagen im Jahr 2014 bei 42 Prozent in Westdeutschland und 23 Prozent in Ostdeutschland. Im vorliegenden Bericht wird dieser sogenannte Gender Pension Gap für vier Geburtskohorten bestimmt und seine zukünftige Entwicklung simuliert. Demnach wird der Gender Pension Gap für die jüngste Kohorte dieser Untersuchung - verglichen mit der ältesten - um etwa 15 Prozentpunkte sinken. Es gibt mehrere Gründe für diese geschlechtsspezifische Rentenlücke: die bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, das niedrigere Bildungsniveau von Frauen in älteren Geburtskohorten, die niedrigere Erwerbsquote, geringere Arbeitszeiten und familienbedingte Erwerbsunterbrechungen von Frauen sowie Jobs in schlechter bezahlten Branchen. Um die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen und den Gender Pension Gap zu verkleinern, sind vor allem Mütter auf bessere Kinderbetreuungsangebote angewiesen - für Kleinkinder und Schulkinder. Außerdem muss sich die Politik weiter für eine institutionelle Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzen sowie das Ziel der Lohngerechtigkeit weiter verfolgen.

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.551603.de/17-5-1.pdf



Autor/en

Markus M. Grabka; Björn Jotzo; Anika Rasner; Christian Westermeier

Erschienen in

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Berlin, DIW Wochenbericht 5/2017, S. 87 - 96

Schlagworte:

Gender pension gap; statutory pension system; SOEP; VSKT



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Letzte Änderung: 8.2.2017